Hinter den Kulissen: Psyche in der Matrix Bochum
Drei Konzerte habe ich als Keyboarder der Dark-Electro-Pop-Band Psyche nun hinter mir. Und ich möchte euch gerne wissen lassen, wie es so ist, ein Konzert zu geben in verschiedenen Locations und verschiedenen Städten.
Das erste Konzert spielte ich am 24. Februar 2010. Sänger Darrin Huss kontaktierte mich per Myspace, ob ich nicht Lust hätte, für die Live-Keyboards beim seinem Konzert zu sorgen. So eine Gelegenheit schlägt man natürlich nicht aus.
Darrin ließ mir also die insgesamt 10 Songs zukommen, die er spielen wollte. Sehr viel übte ich dafür zu Hause, die Aufregung war schon Wochen vorher zu spüren. Zwar stand ich schon oft von der Musikschule aus auf der Bühne, doch so ein Konzert vor ein paar hundert Leuten war dann doch nochmal was anderes. Ursprünglich sollte das Konzert im Freizeitzentrum West (FZW) Dortmund stattfinden. Doch da der Vorverkauf zu schleppend lief, wurde es kurzerhand in die Matrix Bochum verlegt. Nitzer Ebb präsentierte ihr neues Album und Psyche durfte als Support dienen, beides alteingesessene 80er-Urgesteine.
An diesem Mittwoch, 24. Februar, war es dann soweit: Direkt nach Feierabend – zu der Zeit machte ich noch Zivildienst – ging es direkt zur Matrix. Erstmal fand ich dort gar nicht die Tiefgarage, in die ich fahren sollte. Darrin navigierte mich dann aber per Handy dort hin. Dann gabs direkt den Soundcheck, Darrin und Volker spielten grade schon. Ich baute schnell meine Keyboards auf. Wir probten noch zwei Songs und dann war alles soweit eingestellt.
Der Backstage-Bereich hat einiges zu bieten: Riesig groß, komplett zugepostert, eine riesige Getränkeauswahl. Und ein riesiges Buffet bekamen wir serviert. Mein Hunger hielt sich aber leider in Grenzen. Wäre doch die Matrix nicht mein erstes Konzert gewesen! Mittlerweile habe ich auch vor den Auftritten Hunger. Von den fünf warmen und unzähligen kalten Speisen nahm ich also nichts – stattdessen nahm ich mir einen Lutscher aus der Lutscher-Schale. Was ein Mahl! Gegen 18 Uhr ging es dann raus aus dem Backstagebereich und nach vorne in eine andere Halle, wo Darrin sein Merchandise aufbaute. Ich sollte, während er sich umzog, darauf aufpassen. Die Aufregung wurde langsam unerträglich, von oben hörte ich schon Stimmenwirrwarr von den Zuschauern. Ein Stechen im Hals machte sich bemerkbar.
Um 18.45 Uhr gingen wir dann wieder in den Backstagebereich. Noch mal runterkommen, sich fertig machen, dann drei Minuten hinter der Bühne stehen. Darrin guckte einmal in die Halle und meinte nur “Jesus”. Etwa 200 Leute hatten sich zu der Zeit dort versammelt. Dann sagte er “Gehen wir”. Pünktlich um 19 Uhr betraten wir die Bühne. Was soll ich zum Konzert viel sagen? Wir spielten unsere 10 Songs und es machte großen Spaß. Auch, wenn das ein Kritiker etwas anders sah:
Nur die Livemusiker an Keyboard und Gitarre sahen aus, als wäre ihnen an diesem Abend irgendetwas furchtbar über die Leber gelaufen. Sowas von griesgrämig… (www.nocturnalhall.com)
Besonders schön war die Piano-Version von Eternal, die ich spielen durfte. Darrin stellte eindrucksvoll seine Stimme unter Beweis.
Als ein spezielles Programm für diesen Abend und gleichzeitig eine neue Piano-Version für „Eternal“ ankündigte, dankte ihm das Publikum bereits mit viel Applaus – die traumhafte, gefühlvolle Ballade versprühte einen einzigartigen Zauber und vermochte auf ganz unnachahmliche Art zu fesseln. Nur wenige Live-Stimmen gehen derart durch Mark und Bein wie die von Darrin Huss. (www.medienkonverter.de)
Insgesamt wurden wir mit viel Applaus verabschiedet. Ein tolles erstes Konzert, und dann noch in meiner Lieblingsdisco, der Matrix.
Setlist:
The Beyond
Gods and Monsters
15 Minutes
Eternal
Sanctuary
Disorder
Goodbye Horses
Unveiling the Secret
The Hiding Place
Die Location: Matrix Bochum
Die Matrix Bochum im Bochumer Stadtteil Langendreer ist die größte Diskothek in Bochum und eine der größten und bekanntesten Diskotheken im Ruhrgebiet. Für Anhänger einzelner Musik- und Szenerichtungen, wie der Schwarzen Szene, hat sie bundesweiten Bekanntheitsgrad. Sie ist außerdem Konzerthalle. (www.wikipedia.org)
Hallo Jan!
Ich bin wahnsinnig stolz auf Dich, ich weiß, Du wirst Deinen Weg machen! Schade, daß ich so alt bin, sonst käme ich auch mal in die Disko, aber ich fürchte, die lassen mich da nicht rein, so als Grufti…. Schade eigentlich. Omas sind auch Menschen wie Du und ich…
Gruß Ulla.
ulla michels
8. Juli 2010 um 16:53